Herzlich Willkommen!

Wenn Sie seit längerer Zeit an einer oder mehrerer der rechts aufgeführten Beschwerden leiden, ohne dass man Ihnen bisher helfen konnte, sollten Sie weiter lesen. Denn es ist wahrscheinlich, dass Sie an einer Craniomandibulären Dysfunktion (CMD) erkrankt sind.

Das Erkrankungsbild CMD hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Geheimtipp in den Medien entwickelt. In der Medizin und Zahnmedizin ist CMD hingegen immer noch weitgehend unbekannt!

Die Vorstellung, man könne mit einem Schnelltest herausfinden, ob man an CMD leidet, geht an der Realität vorbei. Hinter der Aufdeckung und Behandlung einer CMD steht immer ein mühsamer und langwieriger Erkenntnis- und Therapieprozess, in dem der CMD-Spezialist federführend wirken muss!

Entgegen üblicher Darstellung knirschen und pressen CMD-Patienten nicht immer mit den Zähnen!

Häufig sind Symptome einer CMD vergesellschaftet mit anderen Erkrankungen, zum Beispiel der Migräne. Die Behandlung von CMD kann nicht die Symptome einer Migräne beseitigen, wie gelegentlich behauptet wird. CMD fördert aber häufig derartige Erkrankungen. So leiden Patienten, die an CMD und Migräne leiden, häufig mehrfach in der Woche für ganze Tage an Migräneattacken. Wird CMD behandelt, treten die Migränesymptome häufig nur noch alle paar Monate für ein paar Stunden auf!   

Besonders kritisch sind alle Verlegenheitsdiagnosen, wie die „vermeintliche“ Trigeminusneuralgie zu werten, ebenso alle Verlegenheitsdiagnosen aus dem Kreis der psychosomatischen Erkrankungen, die häufig im Zusammenhang mit CMD geäußert werden. Angehörige der Heilberufe neigen gelegentlich dazu auf diese Verlegenheitsdiagnosen zurückzugreifen, wenn nicht klar ist, woran der Patient leidet. Diese Verlegenheitsdiagnosen helfen zwar dem Behandler aus der „Klemme“, nicht aber seinem Patienten!

Der Sinn dieser Darstellung liegt darin dem interessierten Leser, unabhängig ob es sich um einen Patienten oder einen Angehörigen der Heilberufe handelt, eine plastische und verständliche Darstellung eines Krankheitsbildes anzubieten, das bis heute häufig unerkannt bleibt, nicht hinreichend, häufig fachfremd und zumeist ohne Erfolg therapiert wird. Der Verfasser legt bewusst Wert auf eine Darstellung, die sich ausschließlich an eigenen Erfahrungen orientiert und nicht an medizinischen Dogmen und Lehrmeinungen.

Der Verfasser ist ausdrücklich nicht der Auffassung, dass das Schlagen eines Schmetterlingsflügels am Äquator zu einer Sturmflut an der Nordseeküste führen kann. Auch teilt er nicht die Ansicht, je mehr Fachärzte an diesen Patienten tätig wären, umso präziser müssten Diagnostik und Behandlung ausfallen. Ganz entschieden wendet er sich gegen die Meinung, in diesen Fällen müsse regelmäßig eine psychotherapeutische Abklärung erfolgen. Jeder Patient, der über Jahre hinweg Schmerzen erduldet und sich erfolglos auf eine Odyssee von Arzt zu Facharzt begeben hat, ohne dass ihm geholfen wurde, geht psychisch auf dem Zahnfleisch. Die Bemühungen des CMD-Spezialisten dürfen sich daher nicht auf die Symptome einer schmerzstrapazierten Psyche konzentrieren, sondern müssen die Ursache dieser Schmerzen herausfinden und beseitigen. Die zunehmende „Psychisierung“ der Medizin wird vom Verfasser als Ausdruck einer fortgeschrittenen Entfremdung zwischen Apparatemedizin und Schmerzpatient aufgefasst. Der Arzt, der häufig nicht mehr in der Lage ist den Patienten in seinem Leid zu „begreifen“, weicht auf diese wenig greifbare und damit auch wenig angreifbare Krankheitsursache aus, um Defizite der modernen Medizin zu verschleiern. Auch möchte der Verfasser vorsichtig den Gedanken äußern, dass es gelegentlich erst durch zahnärztliche und kieferorthopädische Behandlungen zu einer Etablierung von CMD kommt.

CMD-Behandlung ist daher als eine ganzheitlich orientierte Zahnheilkunde zu verstehen, die nicht nur die primär zahnärztlichen Symptome erfasst, sondern den gesamten Menschen. Leider ist der Begriff der ganzheitlichen Zahnheilkunde über viele Jahre hinweg missbraucht worden. Ausleitungen, Herdbeseitigung und Materialanpassungen seien stellvertretend genannt.

Ganzheitliche Zahnheilkunde beginnt mit einem ausführlichen Gespräch und beinhaltet neben der Betrachtung organübergreifender Symptome selbstverständlich auch alle Bereiche der Zahnheilkunde von der Prophylaxe, Parodontalbehandlung über Implantate bis hin zur abschließenden funktionstherapeutischen Rekonstruktion des Kauorgans mit vollkeramischen Kronen.

Denn CMD-Behandlung und Ästhetik stehen nicht im Widerspruch. Der Autor kann die Eingliederung von über 2500 vollkeramischen Restaurationen bei CMD-Patienten nachweisen. Weiterhin die Eingliederung von über 1000 laborgefertigten Dauerprovisorien. Siehe auch unter „Anlagen“. Auch wurden mehrere hundert Implantate gesetzt.

Diese Darstellung verzichtet bewusst darauf den fachlichen „Promillefall“ zu schildern und immer auf alle denkbaren und möglichen fachlichen Details einzugehen. Diese sollen auch weiterhin Fachbüchern vorbehalten sein. Es geht vielmehr darum in einer verständlichen Form den großen Zusammenhang aufzuzeigen, zwischen Kopf- und Gesichtsschmerzen, Beschwerden im Hals-, Schulter- und Nackenbereich, Rückenbeschwerden und Problemen im Biss des Betroffenen.

Der Verfasser verzichtet darauf in allen Bezeichnungen und Ansprachen jeweils die männliche und weibliche Form der Person anzugeben. Es findet aus Gründen einer besseren Lesbarkeit jeweils die umgangssprachlich übliche Form der Bezeichnung Verwendung.

Es mögen sich dennoch insbesondere die weiblichen Leser dieser Zeilen angesprochen fühlen, da CMD häufiger bei Frauen auftritt. Woran das liegt ist bis heute unklar. Möglicherweise spielt ein schwächeres Bindegewebe eine Rolle. Aber auch viele Männer leiden an den Symptomen einer CMD!

Nobody is perfect! Sollte Ihnen daher etwas derart gefallen oder nicht gefallen, dass Sie meinen dies dem Verfasser mitteilen zu müssen, ist dieser für konstruktive Kommentierungen dankbar.

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